Die Klimaanlage im Auto: Kein Vorteil ohne Nachteil

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Heute gibt es in nahezu allen modernen Fahrzeugen eine Klimaanlage serienmäßig. Diese sind gegenüber den älteren Modellen mit individuell regelbarer Klimaautomatik ausgestattet. So lässt sich die Temperatur im inneren entsprechend an die Umgebungstemperatur anpassen und die Lüftung schnell manuell korrigieren.

Das ist vor allem im Sommer besonders angenehm. So kann eine Klimaanlage im Sommer für eine bessere Konzentration des Fahrers sorgen und die Fahrt auf längeren Reisen für die Insassen insgesamt erträglicher machen. Der Nachteil ist eine verringerte Motorleistung und ein höherer Verbrauch.

Klimaanlage richtig einstellen

Das Klimagerät befindet sich im Motorraum des Fahrzeugs. Dabei handelt es sich eigentlich um einen Kompressor, der wie das Fahrzeug insgesamt regelmäßig gewartet werden muss um eine problemlose Funktion zu gewährleisten. Wird die Klimaanlage aktiviert, sollten die Fenster geschlossen bleiben. Andernfalls kann die Klimaanlage nicht effektiv arbeiten.

Ein wichtiger Faktor: die Klima nie zu kalt einstellen!

Ein wichtiger Faktor: die Klima nie zu kalt einstellen!

Außerdem sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Temperatur nicht zu niedrig eingestellt wird. Ist es draußen beispielsweise sehr heiß, ist oftmals die Verlockung groß, den Innenraum möglichst weit herunter zu kühlen, um sich schnell abzukühlen. Allerdings besteht dabei die große Gefahr, sich auch im Sommer heftig zu erkälten. Vor allem kleine Kinder und ältere Menschen reagieren besonders empfindlich. Das Ergebnis sind tränende Augen, ein steifer Nacken, trockene Schleimhäute oder in der Summe: eine Erkältung.

Experten empfehlen eine konstante Temperatur von ca. 22 Grad Celsius. Grundsätzlich aber sollten nicht mehr als sechs Grad Unterschied zwischen der Innen- und Außentemperatur herrschen. Handelt es sich um ein älteres Modell ohne Klimaautomatik, sollte man die mittlere Schalterstellung auswählen.

Es wird empfohlen, ca. zehn Minuten vor Ankunft am Fahrtziel die Klimaanlage auszuschalten. Dadurch wird der Temperaturunterschied zwischen dem Fahrzeuginnenraum und der Umgebung nicht zu hoch, was den Körper wesentlich weniger belastet. Außerdem sollte der Lüftungsstrahl nicht direkt auf den Körper gerichtet werden, um die Erkältungsgefahr zu minimieren.

Erhöhter Kraftstoffverbrauch & Keimbelastung inklusive

Idealerweise wird eine Klimaanlage jedes Jahr gewartet. Warum das notwendig ist, erklärt JP Kraemer anhand der Funktionsweise einer Klimaanlage in seinem neuesten Video „Wusstet Ihr schon?“ auf YouTube. Bei der Wartung wird die Anlage beispielsweise auf Dichtigkeit geprüft und falls nötig auch das Kühlmittel ausgetauscht.

Wer hier nachlässig bei der Wartung ist, sollte sich über Bakterien, Pilze, Viren sowie Keime wundern. Diese gibt es gratis zur kühlen Luft, unbemerkt und nicht nur für Allergiker gefährlich.

Bei älteren Klimaanlagen kann es auch vorkommen, dass der Klimakompressor ausgewechselt werden muss. Es handelt sich dabei um ein Teil am Fahrzeug, das sehr verschleißanfällig ist und früher oder später getauscht werden muss.

Wenn die Klimaanlage nicht benötigt wird, sollte Sie ausgeschalten werden. In den meisten Fahrzeugen lässt sich die Klimaanlage manuell abschalten. Dadurch kann die Leistung des Motors gesteigert und der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden.

Wer hat schon Lustg auf Keime und Bakterien, auch die Klimaanlage sollte regelmäßig gewartet werden.

Wer hat schon Lustg auf Keime und Bakterien, auch die Klimaanlage sollte regelmäßig gewartet werden.

Wer im Sommer nicht auf seine Klimaanlage verzichten möchte bzw. nicht verzichten kann, sollte sich außerdem auf einen erhöhten Kraftstoffverbrauch einstellen. Der Verbrauch kann dabei sogar um bis zu einem Liter pro 100 Kilometer steigen. Außerdem sinkt durch den Betrieb der Klimaanlage die Leistung des Fahrzeugs. Das macht sich zum Teil an einer deutlich geringeren Motorleistung bemerkbar. Bei Fahrten unter zehn Minuten, sollte man auf die Klimaanlage gänzlich verzichten und lieber nur das Fenster aufmachen.

Fotos: GTÜ, ATU

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